Ist Erbschaftseuer gerecht und sinnvoll?

Es ist festzustellen, dass gerade in den Ländern, die keine Erbschaftssteuer- oder Schenkungssteuerbelastung haben, das Meridianvermögen (Mittelwert des Vermögens) gestiegen ist, während in Ländern mit hoher Erbschaftssteuerbelastung das Vermögen gesunken ist.

In Österreich kam es wegen der Einführung der Erbschaftssteuer zu einer Vermögensverminderung von ca. 16 – 17 %, während in Ländern wie Schweden, Italien und Lettland es zu einer Vermehrung des Meridianvermögens mit einem Anstieg von 15 – 17 % gekommen ist. Das Meridianvermögen zeigt nicht die Pole der Vermögenspositionen an, sondern nimmt jeweils die 10 % höchsten Vermögens und 10 % der niedrigsten Vermögen heraus und stellt das Durchschnittsvermögen der durchschnittlichen Bevölkerung dar.

In Deutschland kam es lediglich zu einem Anstieg von etwa 8 %.

In Italien, das nur eine sehr geringe Erbschaftssteuerbelastung haben, ist das Vermögen jedoch um 15 % gestiegen.

Durch die hohe Erbschaftssteuer in Frankreich kam es ebenfalls nicht zu einem Vermögenszuwachs.

Durch zielgerichtete Wirtschaftsförderung statt Erbschaftsteuer kam es in Zypern zu einer Vermögensvermehrung von gerundet 44 %, in Dänemark, Lettland und Litauen zu einer Vermehrung von jeweils deutlich über 30 % und in Ländern wie Norwegen, Schweden und Portugal, die ebenfalls nahezu keine erbschaftssteuerlichen Belastungen bei der Vermögensweitergabe kennen, kam es zu Zuwächsen von mehr als 25 %. Der einzelne Bürger hat in diesen Ländern deutlich mehr Vermögen.

Die Zahl der Firmengründungen und der gebauten Wohnungen in diesen Ländern, die einen hohen Vermögenszuwachs haben, liegen deutlich vorne, da dort nicht zu befürchten ist, dass im Rahmen einer Erbfolgebesteuerung und Schenkungsbesteuerung hier geschaffene Werte abgeschöpft werden.

Schlussfolgerung: Erbschaftsteuer ist weder gerecht noch sinnvoll.